Kerzen auspusten: Lewistyle.

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Irgendwie sind Heimspiele gegen Union für mich bisher immer etwas besonderes gewesen: Vor 3 Jahren hatte ich meine Mama das erste Mal mit am Millerntor und wir konnten ein grandioses drei zu null bei herrlichstem Oktoberwetter von der Gegengerade aus bejubeln. Auch dieses Jahr sollte das Spiel für mich wieder etwas besonderer werden, als Heimspiele es eh schon sind, denn mit dem 10. März fiel es auf meinen Geburtstag. Nachdem sich zwar die Begeisterung über meine Pläne bei meiner Familie in Grenzen hielt, dass ich mich an meinem Geburtstag auf in die Hansestadt machen wollte, konnten aber die Wogen geglättet werden und dank wundervoller Otter machte ich mich am Freitag Morgen recht zeitig auf den Weg. Dass ich das gar nicht wirklich gemusst hätte, wurde deutlich, als ich nach nicht viel mehr als vier Stunden im Viertel einfiel und die Parkplatzsuche gefühlt länger dauerte, als die Fahrt dort hoch.

Da mich Hamburg mit bestem Kaiserwetter empfing, stiefelte ich einfach mal ein bisschen durchs Viertel, gefühlt dreimal ums Stadion und fläzte mich schließlich vorm Hallenbad gepflegt in die Sonne – musste man schließlich genießen. #dieStraßenhochundrunter

Allzu lange musste ich allerdings nicht auf das Empfangskomitee warten, denn nur wenig später wurde ich mit einem Geburtstagsbierchen – es hatte eine Schleife!! – und einer Ladung Konfetti ins Gesicht willkommen geheißen. Das Konfetti sollte sich auch noch durch den ganzen – und folgenden und darauf folgenden, wird man ja nie wieder komplett los – Tag ziehen und wir zogen währenddessen mal wieder durch die Straßen, um nach und nach den Rest der Truppe zusammen zu sammeln.

Irgendwann hatten wir uns dann tatsächlich fast vollzählig auf meinen Wunsch hin vor der Gegengerade eingefunden – und fanden keinen der sonst üblichen Verdächtigen. Ihr hattet ja alle nur Angst vor mir, nachdem ich nun schon böse böse Löwen verjage. Ich merk das schon.

Wir mussten dann auch eigentlich recht zeitig rein, weil meine Tribüne am Freitag die Süd sein sollte und so verpasste man dann doch den ein oder anderen vermutlich recht knapp. Das nächste Mal!

Tjoa, und dann gab es irgendwann die beste Geburtstagskerze aller Zeiten. Seht selbst.

Es sah einfach so unfassbar schön aus und wer schon den ein oder anderen Text von mir gelesen hat, weiß um meine Haltung zu den roten Fackeln, die in der Regionalliga keine Socke jucken und die in der Bundesliga plötzlich zum riesigen, todbringenden, welpenverachtenden, weltkriegauslösenden (…) Problem werden.

Mal ehrlich: 22 Fackeln, in der ersten Reihe … so gefährlich ist das wahrlich nicht. Das einzige, was gefährlich daran ist, ist die mediale Berichterstattung im Nachhinein, aber nun schweife ich eventuell ein wenig ab. Weil all diejenigen, die sowas hochhalten oder toll finden oder akzeptieren ja mindestens Chaoten bis hin zu Krawallsuchenden Kategorie C Fans sind – merkt ihr selbst. Und wenn ich dann wieder an die irgendwo im Fernsehen zur Demonstration angezündete Jacke (eines Kindes?) denke, dann muss ich eh lachen, weil man auf der Süd ja dauernd von Kindern umzingelt ist (merke: Kindsköpfe != Kinder!).

Also ganz ehrlich? Ein besseres Geburtstagsgeschenk hätte man mir ja kaum machen können. Blinkedinger auf der ganzen Süd und schon ist Lewi glücklich. Als ich dann kurzzeitig nochmal Netz hatte, fand das auch der Freundeskreis: Kerzenauspusten – Lewi-Style!

[Sehr schön fand ich übrigens auch, dass man auf den Videos von der Nord erst mal einen fetten „Pyrotechnik ist kein Verbrechen!“ zu hören bekam.]

Okay, damit hätte man dann einfach nach draußen und in die Clubs und Bars und Kneipen gehen können, weil Fußball braucht doch wirklich niemand. Im Ernst: Union war auf weite Strecken einfach so dermaßen überlegen, dass es mich beinahe wunderte, dass sie nur zweimal durch massive Stolpertore einnetzten. Insgesamt hielt man, für den aktuellen Tabellenplatz, aber wahrlich ordentlich dagegen, und das 1:2 war nachher dann doch etwas zu schmeichelhaft für Union, wo man doch gerade in den letzten Zügen des Spiels eher Überlegenheit in braun und weiß wahrnehmen konnte.

Naja, machste nichts. Den Abend konnte mir eh keiner mehr verderben – nicht mal ein FCU. Da ich noch den Fehler machte, nach dem Spiel erst hinaus zu laufen und dann festzustellen, dass ein Abstecher auf die sanitären Anlagen vielleicht keine allzu dumme Idee wäre, schmuggelte man mich noch kurzerhand aufs Männerklo und dann konnte es halt auch weiter gehen. Fanräume, kurzer Abstecher zur „Schlafgelegenheit“ und dann eine Kneipe nach der anderen. Es war ein langer Abend und ein sehr, sehr schöner noch dazu. Und weil das wieder einer dieser Heimspielabende war, der durch die Leute einfach perfekt wurde, reibe ich euch jetzt nur noch kurz meinen Geburtstagsotter Gustav unter die Nase und beende den Text an dieser Stelle, weil ich ihn niemals so verfassen könnte, dass er dieser Truppe gerecht würde. Ich drück euch fest, einen so feinen Geburtstag darf nicht jeder feiern ❤

Pyrotechnik ist kein Verbrechen. Otter mögen das. 

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GUSTAV: Südkurvenotter, der – Habitat ist die Südtribüne und der Nachttisch von Lewi ❤

 

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Wundervolle Bilder von Stefan Groenveld

http://niceguys.blogsport.de/2017/03/11/senfdazu34/

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http://blog.uebersteiger.de/2017/03/12/24-spieltag-h-1-fc-union-berlin/

http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=8228

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2 Gedanken zu „Kerzen auspusten: Lewistyle.

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