Archiv für den Monat August 2016

Auswärts beim VfB: Verf*ckter Bullshit?

Back to business, Kinners. Wir sind zurück aus der Sommerpause und gleich am ersten Spieltag ist mein Titel zum Spieltagstext fluchender Natur. Nun ja, es bot sich aber auch einfach an. In so verdammt vieler Hinsicht. Aber erst einmal: Willkommen in der neuen Saison, auf dass meine Prognose hemmungslos falsch liegen möge.

Die Saison startete für mich persönlich schon mit einem Wochenende, das fußballärmer nicht hätte sein können. Freitag nichts gesehen, Samstag auch nicht und den Sonntag verbrachte ich dann in der Notaufnahme. Eigentlich gehört sowas ja nicht hier hin, aber da das Ganze einen minimal ironischen Charakter hat, findet es mal Erwähnung. Ich wurde nämlich, und ironischer gehts eigentlich wirklich nicht mehr, von einem Zeckenbiss außer Gefecht gesetzt. Da damit ja nun nicht wirklich zu spaßen ist und auch meine rechte Hand mittlerweile Hyde’sche Ausmaße annahm, den Sonntag also im Krankenhaus verbracht und alle wesentlichen Vorkehrungsmaßnahmen bezüglich einer Blutvergiftung oder im schlimmsten Fall einer Borreliose über mich ergehen lassen.

Dass es allerdings weit mehr braucht als das, um mich davon abzuhalten, zum Spiel zu fahren, ist auch nicht weiter verwunderlich. Bisher haben es ein kaputtes Knie, 40 Fieber oder andere Wehwehchen ja auch nicht geschafft, dann geb ich mich einer Ballonhand doch erst recht nicht geschlagen. Außerdem bin ich ja recht pfiffig unterwegs, jedenfalls manchmal, und so wurde kurzerhand aus einer dicken Schicht Fenistil und den im Auto auf meine Hand gerichteten Lüftern eine Behelfskühlung gebaut, die mich zumindest die Fahrt gen Stuttgart gut ertragen ließ..

Ich hatte die Zeit für die Fahrt ziemlich großzügig geplant. Ziiiemlich. Irgendwie war  18.30 als Uhrzeit doch eher verankert, als 20.15 und so vertrieb ich mir sogar noch eine Stunde auf einer Raste, weil ich nicht mal eben 4 Stunden vor Anpfiff schon am Stadion rumlungern wollte. Dann lieber da mit Kaffee und Olympia am Fernseher. Als der sich dann aber automatisch abschaltete und auch keiner Anstalten machte, das zu ändern, machte ich mich doch auf den Weg, die letzten paar Kilometer bis nach Stuttgart hinter mich zu bringen.

Gästeparkplätze sind auch übrigens nur für Anfänger, die richtigen Pros* parken einfach bei den Stuttgartern und fragen keck grinsend „Krieg ich jetzt auf die Fresse, oder was?“ wenn einer irritiert schaut. Da müssen dann nämlich beide lachen und ich habe zumindest einen sympathischen VfB-Fan getroffen. Es blieb auch bei einem, aber das lag eher daran, dass ich mich nur mit diesem einen unterhalten habe. Im Gegensatz zu einigen anderen, wie ich leider gehört habe, hatte ich also keine miese Begegnung mit den Heimfans.

*Profichaoten

Mit der Wegbeschreibung von besagtem sympathischen Fan machte ich mich dann auch auf den Weg um das Stadion herum, zum Gästeeingang. Wie auch von anderen schon beschrieben ist die Wegführung kompletter Bull(en)shit. Also ernsthaft. Das macht absolut keinen Sinn, die Gästefans gefühlt drei Mal ums Stadion zu führen und dann einzupferchen. Aber die Deeskalationspolitik ist ja generell ähnlich zweifelhaft wie … die Politik gegenüber Fußballfans allgemein in meinem Sinn. Aber gut, belassen wir es mal dabei.

Ich war ja nun schon 3 Stunden vor Anpfiff am Stadion und konnte die Zeit nutzen, liebe Menschen zu treffen, mich zum Grillen einzuladen einladen zu lassen und das allgemeine Spieltagsgeplänkel zu genießen. Außerdem konnte man den Einzug des „schwarzen Blocks“ von Ordnern ins Stadion beobachten, was mir ein wenig … nun ja, komisch vorkam. Bei manchen wäre die Vermutung „Hool“  naheliegender gewesen, nicht zuletzt recht eindeutiger Tattoos wegen, als sie eben als Ordner einzuschätzen, aber hey, man kann ja nicht reinschauen. Die Nahrungsversorgung vor und hinter dem Eingang war zwar gut gedacht, dass man es eben beidseitig erreichen konnte, funktionierte aber leider nicht wirklich zügig. Es dauerte ewig und man vermutete schon, das Bier würde frisch gebraut. Aber nun ja, wir hatten ja keine Eile.

Die Kontrollen waren, sagen wir, gründlich. Und auch total nicht gründlich. Abgetastet wurde man, als würde gleich noch aufgefordert, mal eben zu husten, die Tasche musste ich nur mal kurz aufmachen und sie hat nicht mal wirklich reingeschaut. Mal wieder eine der Sorte „irgendwie lächerlich“ und bei aller Liebe, wenn man wollte, brächte man eh alles mit ins Stadion.

Das Stadion. Da war ja noch was. Also erst mal sieht es für meine Begriffe von außen ziemlich schick aus. Find ich ehrlich, das hat irgendwie was. Beim Aufgang überwiegt natürlich das Gefühl von Beton nahezu erschlagen zu werden, aber das fand ich persönlich jetzt nicht wirklich tragisch. Der Gästeblock an sich ist jetzt auch nicht total verbaut und dass ich Mühe hatte, das Geschehen zum Teil zu verfolgen, lag eher an der mangelnden Körperlänge. Was aber absolut nicht positiv zu reden ist, sind diese Absperrungen in jeder Reihe mit den Sitzen. Das mochte ich in Nürnberg schon nicht und hier gefällt es mir auch nicht besser, zumal zwischendrin einfach mal keine Absperrung war und man natürlich immer genau da rein fiel, wenn mal Bewegung in den Block kam. An dieser Stelle einen schönen Gruß von meinen blaugefärbten Rippen. 😀

Zum Stadion an sich gehört ja auch die Bratwurst: Die ist okay. Nichts überragendes, aber auch nichts schlechtes. Passt scho‘.

Wir suchten uns ein Plätzchen, mit dem ich mehr als gut leben konnte, mitten im Getümmel und auch von innen hatte das Stadion irgendwie was. Keine Ahnung, gefiel. Vor dem Spiel war auch bei uns angekommen, dass die Stuttgarter wohl alle in weiß kommen sollten, sodass sich grad in deren Kurve ein recht beeindruckend weißes Gesamtbild ergab. Generell war die Kulisse beeindruckender als sonst gewohnt, weil man ja eben in der zweiten Liga eher selten vor einer erstaunlich geraden Zahl von 60.000 Zuschauern spielte. Dass von uns an einem Montag ganze 3.800 Leute den weiten Weg nach Stuttgart auf sich genommen haben, verdient allerdings nicht weniger Beachtung. Hut ab, das war ordentlich.

Ähnlich verhielt es sich mit dem Support. Es wurde sich nicht großartig warm gesungen, aber das war irgendwie auch gar nicht nötig. Alle schienen die Stimmbänder über die Sommerpause geschont, gehegt und gepflegt zu haben, nur um sie heute in Fetzen brüllen zu können. Alles wie immer, alles gut. Der Support fühlte sich einfach nur unfassbar gut an, das kann ich echt nicht anders sagen. Sogar von vorn erreichte uns Lob, abwechselnd mit einem „Das muss jetzt so richtig scheppern“. Es hat sich so angefühlt, als hätte es gescheppert und kurz erwischte ich mich bei dem Gedanken, wann das Stadion wohl zuletzt so gescheppert hat, aber hey … das schien recht deutlich in der Position gelegen zu haben und ist wohl an der Flimmerkiste nicht ganz so durchgedrungen. Dass wir dennoch von den Heimfans nur nach den zwei Toren was gehört haben … das lass ich einfach mal so stehen.

Zum Spiel an sich kann man sagen, dass die Aufstellung jetzt keine großartigen Überraschungen bereit hielt. Hedenstad und Bouhaddouz mit ihrem Debüt in einem Pflichtspiel, ansonsten alles altbekannte Gesichter. Und dass man das jetzt so lapidar sagen kann, freut mich ungemein: Gerade mit Sobiech, Ziereis, Buballa, Buchtmann und natürlich Himmelmann sind da Spieler bei, bei denen es mir im Herzen weh getan hätte, sie nicht mehr in Braun und Weiß auflaufen zu sehen. Das einzig Verwunderliche war für mich, dass Miyaichi nicht von Beginn an auf dem Platz stand, weil gerade er mir unfassbar vielversprechend vorgekommen war. Aber nicht nur bei uns blieb einer auf der Bank, den man vielleicht eher auf dem Grün erwartet hätte, ließ Luhukay (den hatte ich auch noch nicht wirklich als Gegnertrainer auf dem Schirm, meine Sommerpause war vielleicht etwas zu fußballarm) den sogar mir bekannten Maxim auf seinem Hintern schmoren. Dass mit Daniel Ginczek ein ehemalig braun-weißer Spieler ja auch noch beim VfB beheimatet ist, fiel mir übrigens auch erst am Spieltag auf, aber er war ja leider noch nicht fit. Und ein ganz bisschen zum Glück, sonst wäre es wohl noch ein Tor mehr gewesen. Ihr kennt das ja.

Die erste Phase des Spiels war … offensiv geprägt. Es ging viel hin und her, der Ball wechselte nicht nur dauerhaft den Besitzer sondern auch die gerade ballführende Mannschaft, es mochte kein richtiger Fluss aufkommen, aber das glich sich immer wieder aus, weil beide Seiten ähnliche Fehler machten. Dennoch gewann ich zumindest den Eindruck, dass mit dem Voranschreiten der ersten Halbzeit auch die Braun-Weißen immer drückender wurden. Eigentlich sogar spielbestimmend, auf jeden Fall sehr diszipliniert und taktisch spielend. Gekrönt wurde dieses Gefühl dann von Aziz, der goldrichtig stand und die feine Vorlage von Fafa im Netz versenken konnte.

Dass wir mit Aziz Bouhaddouz endlich den Stürmertyp haben, den sich wohl nicht wenige schon länger wünschten, bewies er keine zehn Minuten später beinahe zweimal: innerhalb weniger Sekunden verfehlte er einmal und traf ein anderes Mal den Pfosten. Ich glaub, mit der Besetzung im Sturm könnten wir noch viel Freude haben.

Im Endeffekt hätten die zwei Dinger einfach drin sein müssen und alles wäre gut gewesen. Waren sie aber nicht und wurde es nicht. Na klar. Die Halbzeit wurde herbei gesehnt, weil nun Stuttgart mehr Zug zum Tor hatte und man hoffte, dass es danach eben wieder etwas geordneter zugehen würde. Weit gefehlt.

Mit der Einwechslung von Alexandru Maxim wurde auch die Niederlage für Braunweiß eingewechselt. Was auch immer er genommen hatte, der Dämpfer durch Luhukay zeigte seine Wirkung und nachdem er selbst einmal versenkte, bereitete er den späten Siegtreffer dann auch noch vor. Klasse. Robin hat da schon ganz recht, der gehört nicht wirklich in die Zwote. Es sei denn, er liefe in braun und weiß auf …

Nun gut. In knapp 2 Minuten konnte dann auch nicht mehr viel gerettet werden und wir tüteten die erste Niederlage der Saison ein. Unverdient? Weit gefehlt. Da bin ich tatsächlich komplett anderer Meinung als Lienen, denn das war gerade nach der Halbzeit einfach vollkommenes Chaos, gepaart mit Hektik und Passunsicherheit. Hohe Bälle, wo keine nötig waren, keine Ordnung in der Defensive und Pässe, die einem zum Teil die Haare zu Berge stehen ließen. Es war keine Vollkatastrophe, nein, das will ich auch nicht beschreien, aber dass wir da keinen Punkt mitgenommen haben, war verdient. Die Stuttgarter waren gerade im zweiten Durchlauf um Längen besser, koordinierter und einfach abgeklärter. In dem Sinne wäre es vielleicht zu versöhnlich gewesen, da noch was mitzunehmen, dann lieber jetzt auf den Arsch setzen und an den Ecken arbeiten, die noch mehr Beachtung brauchen. Was mich zusätzlich verwunderte waren die Wechsel, hätte ich doch Bouhaddouz  definitiv drin gelassen und eher Picault ausgewechselt, aber Ewald wird sich wohl was dabei gedacht haben.

Ja, auch der Schiri hatte keinen guten Tag aus braun-weißer Sicht, aber alles in allem wäre ein Sieg nicht verdient gewesen. Über einen Punkt ließe sich wohl streiten. Auch wenn ich das jetzt hier relativ rational schreibe … sah das gestern im Block zugegebenermaßen recht anders aus. Ein weiterer Grund für den Titel, der sich einfach viel zu sehr anbot.

Nun gut, Spiele in den letzten Minuten noch zu verlieren sollte auch Ärger hervorrufen, sonst müsste man sich womöglich noch überlegen, warum man solche Fahrten noch macht. Ich darf also weiter machen.

Was gabs noch? Die Stuttgarter zeigten recht viele Banner, die sich unter anderem mit der Thematik „Montagsspiele“ beschäftigten. Von „Montags seh ich rot“, über das „Was tust am Wochenende so? – Überstunden ansammeln, der VfB spielt ja nur noch montags“ im Dialekt, dessen Wortlaut ich nicht mehr auf die Reihe bekäme, bis hin zu einem roten Emoticon aus Fahnen ist die Haltung recht deutlich vertreten worden. Auch von uns gab es Banner zu sehen, deren Wortlaut ich aufgrund meiner Position im Block nur leider nicht weiß.

Und sonst? Endlich wieder diese feine Stadionheiserkeit. Als nächstes gibt es die Lübecker Ar… zu bezwingen, was ihr leider ohne mich schaffen müsst. Adulting nervt zwar ordentlich, aber dieses Mal geht leider die Prüfungsphase vor. #adultingalloverdaplace In der zweiten Runde bin ich dann aber definitiv dabei.

Ja, ich musste auch lachen.

Den perfekten, alles zusammenfassenden Satz lieferte gestern mein werter Mitfahrer für die Rückfahrt, zwar bezogen aufs Turmspringen, aber in perfekter Analogie für die Leistung in der Offensive im Spiel nach dem Bouhaddouz Tor:

Wenn du eine Feder aufs Wasser schmeißt, brauchst du keinen Tsunami erwarten.

So. Und damit haben wir den ersten Spieltag schon hinter uns. Allen Heimspielbesuchern am Samstag ordentlich viel Spaß, macht so richtig Radau und haut die Eintracht weg. Wir sehen uns in Dresden.

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Stuttgart. Eine Stadt mit wenig Platz und vielen Unternehmungen.

„Wir spielen 2. Liga. Unsere Fans gehören in die Champions League.“

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Getaggt mit , , ,

Ein total chaotischer Saisonrückblick; die Saison 2015-16

Das war vielleicht eine krasse Saison. So im Gesamten gesehen, wie auch in jedem Einzelspiel. Ich hab nie zuvor – achtung, Spoiler! – so viele unentschieden, so wenig Tore und trotzdem eine derart gute Tabelle gesehen. Nach der letzten Saison, in der es bis über die 90. Minute des letzten Spieltages hinaus gegen den Abstieg zu kämpfen galt, war diese eine wahre Wohltat für die braun-weiße Fußballseele. Einfach schon mit einem Trainer, dem alle wohl vertrauten, in die Saison gehen zu können, war schon ein Luxus, den der FC St. Pauli uns die letzten Jahre über nicht gegönnt hat. Umso besser war dieses Jahr der Start mit unserem höchsteigenen Rebell auf der Trainerbank – doch von vorn, wir beginnen bei Spieltag 1.

Saison 2015/16, Spieltag 1: FC St. Pauli 0:0 DSC Arminia Bielefeld

Sa. 25.07.2015, 15.30 Uhr Millerntor Stadion; Platz 0 -> Platz 9 (1)

Okay, das war gelogen. Spieltag 1 hab ich nämlich noch nicht wirklich in Deutschland verbracht. Da trömmelte ich noch irgendwo in Sao Paulo herum und schaute mir mal brasilianischen Ligafußball in Form von Palmeiras gegen den FC Santos an. Dennoch erlaubt mir ein paar Worte um den übersichtlichen Faktor dieses Textes, der die gesamte Saison widerspiegeln soll, nicht gleich beim ersten Spieltag verloren geben zu müssen.

Während ich also frühmorgens im 7. Stock eines Hochhauses in Sao Paulo verschlafen auf meiner Matratze lag und irgendwie versuchte, eine Übertragung aus dem fernen Hamburg auf die Reihe zu bekommen, entfaltete sich im nun erstmals in ganzer Pracht erstrahlenden, neuen Millerntor-Stadion eine wundervolle Choreo zur Einweihung. Wer sich in dem Anblick noch einmal verlieren mag, dem sei der Gang zur USP-Galerie oder zu Stefan Groenvelds Hochglanzfotos wärmstens empfohlen.

Viel mehr blieb von einem ausgeglichenen Null Null nämlich auch nicht, aber die Choreo bleibt doch wahrlich länger im Gedächtnis. Ein recht unaufgeregter Start in die neue Saison, nachdem die vorige doch so viele Nerven gekostet hatte.

Saison 2015/16, 2. Spieltag: Karlsruher SC 1:2 FC St. Pauli

So. 02.08.2015, 15.30 Uhr Wildparkstadion; Platz 9 -> Platz 6 (4)

Sogar bei Spieltag 2 muss ich euch enttäuschen, denn auch wenn das die erste Auswärtsfahrt der Saison gewesen wäre, fuhr ich zwar ins Stadion … aber das eben immer noch ein paar tausend Kilometer entfernt. Ich durfte das bisher krasseste Spiel ohne die Beteiligung des braun-weißen Herzensvereins in Buenos Aires erleben und hab irgendwo bei diesem Wahnsinn der mit nur 21 Mann und 7 Toren, samt einem von Rückkehrer Carlitos Tevez, ein kleines Stückchen Herz in der Bombonera versteckt. Boca Juniors gegen Unión de Santa Fé. Das war südamerikanischer Fußball vollkommen unabhängig von dem, was da unten am Platz abging. Auch wenn das eigentlich nicht zu einem Saisonrückblick des FCSP gehört, falls euch interessiert, wie der chaotischste Mensch dieser Erde die Legende schuf, dass Busfahren schwierig, ja gar nahezu ein Ding der Unmöglichkeit ist, der folge mir hier entlang, bitte.

Spieltag 1 & 2: Couchgepöbel international!

In der heimischen Liga musste unterdessen ohne meine lautstarke Unterstützung im Wildpark ausgekommen werden und wenn ich nun die Ergebnisse mit meiner Anwesenheit (100% Niederlagen) und ohne betrachte, frag ich mich doch ernsthaft, ob ich da wieder mit hinfahren sollte. Doch dieses Mal lief ja alles wunderbar rund. Während ihr euch zu humanen Zeiten ins Stadion begeben konntet, klingelte für mich der Wecker, damit ich stilecht im Schlafanzug das Wohnzimmer der WG wegen dünner Wände zwischen meinem und den restlichen, kleinen Schlafzimmern, zum Fußball schauen bezog.

Der zweite Spieltag bot nun ja auch etwas mehr Action, als es der vorige getan hatte und so musste ich mitunter doch sehr stark an mich halten, um nicht mit meinem Gefluche die 8 Mitbewohner aus den Federn zu holen. Besonders Halstes Traumtor verlieh mehr als Grund zum Jubeln und ließ mich kurz durch das Wohnzimmer hüpfen, bis meine Mitbewohnerin irritiert den Kopf aus ihrer Zimmertür herausstreckte, um nachzusehen, wer denn da nun schon wieder vom Wahnsinn geritten wurde. Später flachte das Spiel ein wenig ab, dem KSC fiel nicht viel gegen die gut stehende Defensive des FCSP ein, es fielen noch zwei Tore und am Ende hieß es die eingefahrenen drei Punkte heim gen Hamburg zu kutschieren. Eine Steigerung im Vergleich zum ersten Spieltag und damit ja wohl direkt eine Tendenz erkennbar! So.

USP-Galerie

Saison 2015/16, DFB-Pokal 1. Hauptrunde: FC St. Pauli 1:4 Borussia Mönchengladbach

Mo. 10.08.2015, 20.30 Uhr Millerntor-Stadion; Rein-raus feddich

Passend zum diesjährigen, eeeh, Pokalspiel des FC St. Pauli hatte ich dann auch wieder deutschen Boden unter den Füßen. Donnerstags abends wurde das letzte Wegstück von Madrid nach Frankfurt zurück gelegt und es wäre nun mal nicht ich, wenn ich mir freitags nicht direkt das DFB-Pokal Spiel des lokalen TuS Erndtebrück gegen die Lilien aus Darmstadt angeschaut hätte. Aber so richtig zuhause angekommen war man da ja trotzdem noch nicht wieder und so war ich, kaum wieder zuhause, montags bereits wieder auf dem Weg nach Hamburg. Man kann es sich ja nicht entgehen lassen, wenn der Herzensverein gegen den Verein der ersten Liga, der wohl die meisten meiner Sympathien für sich beansprucht, im Pokal antritt. Außerdem spielte da noch so ein total unwichtiger Spieler am Niederrhein, den ich als außervereinlichen Liebling auserkoren hatte.

Es ging also, chaotisch wie eh und je, mit dem Fernbus Richtung Hamburg und auf zu meinem, ja, haltet euch fest, zweiten Spiel am Millerntor. Dafür hatte ich mir eine Karte auf der Gegengerade sichern können und stand so, nach ausgedehntem Klönschnack versteht sich, mitten drin im Chaos. Und das brach vielleicht los, als Ratsche mit einem schön mutigen Schuss ins Blaue dann nicht nur das, sondern auch noch Yann Sommers Tor traf. Grenzenloser Jubel, Taumel, Freude. Ja, mann!

Natürlich blieb die Führung nicht allzu lange erhalten, das wär ja auch viel zu schön gewesen und so weihten die (richtigen) Borussen die neue Nordtribüne pyrotechnisch ein, man zollte sich gegenseitig Respekt und gab sich schließlich mit drei Toren Unterschied dem um Klassen besseren Gegner geschlagen. Wundervoll bildlich eingefangen hat das wie gewohnt Gröni, weitere Bilder gibt es hier bei USP.

Das Pokalspiel war ja nun auch das erste der Saison, über das ich dann auch etwas geschrieben habe und alles zu meiner Heimspielfahrt findet ihr hier: Auswärtsfahrt zum Millerntor?

 

Saison 2015/16, 3. Spieltag: FC St. Pauli 3:2 SpVgg Greuther Fürth 

So. 16.08.2015, 13.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 6 -> Platz 3 (7)

Das Heimspiel gegen Greuther Fürth war mir ein wenig gruselig, ehrlich gesagt. In der vergangenen Saison war das der Knackpunkt gewesen, auf den der große Umbruch folgte: Vrabec entlassen, Meggle eingesetzt und später durch Lienen ersetzt, aber all das passierte nach der fürchterlichen Niederlage gegen Fürth. Dementsprechend traute ich der durchaus positiven Tendenz nicht wirklich, würden wir nicht auch gegen Fürth eine ordentliche Vorstellung abliefern und bestenfalls auch gewinnen. Die letzten Heimspiele gegen die Fürther bekräftigten meine unterschwellig misstrauische Meinung – das wirkliche Spiel jedoch wusste die gekonnt zu zerschlagen. Ein torreiches Spiel, am Ende mit einem Tor mehr auf der richtigen Seite, zweimal Ratsche, einmal Halste, und wundervoll eingefangen von Gröni.

 

 

Saison 2015/16, 4. Spieltag: Leipzig 0:1 FC St. Pauli

So., 23.08.2015, 13.30 Uhr „Da wo mal das Zentralstadion war“; Platz 3 -> Platz 2 (10)

 

„Leipzig? Neee, da fahr ich nicht hin.“ Alles war ihr über meine Fähigkeiten zur Konsequenz wissen müsst, in einem Satz. Aber dass Inkonsequenz auch ziemlich oft was Gutes haben kann ist in diesem Spieltag mal wieder bewiesen. Es ging verdammt früh los, einen ordentlichen Umweg um den Mitfahrer einzusammeln und dann war man doch viel früher am Stadion als alle anderen. Ein massivst chaotisches Zitterspiel, ein grandioser Robin Himmelmann und ein 1:0 Sieg bestachen an diesem Tag, von einer Schnecke bei uns im Block mal ganz zu schweigen.

Auch erheiterten die Leipziger … weil, nun ja, lustige Tippfehler passierten und ich mir nicht zu schade war, auf den Zug der mehr oder weniger lustigen Seitenhiebe dazu aufzuspringen. Besonders erstaunte mich, dass mein Beitrag dazu, der an dem Heimclub nun wirklich nicht viele gute Haare ließ, von einem der Leipziger Blogs geteilt wurde. Aber lest selbst; “Auserkauft” – das V steht für Heimsieg.

Bilder von USP

 

Saison 2015/16, 5. Spieltag: FSV Frankfurt 1:0 FC St. Pauli

So., 30.08.2015, 13.30 Uhr Frankfurter Volksbank Stadion; Platz 2 -> Platz 4 (10)

Zwei Auswärtsspiele innerhalb von einer Woche. Das war so das erste Ding, das mir richtig, richtig Spaß an der Auswärtsdauerkarte verlieh und dass ich dann noch in so zahlreicher Begleitung nach Frankfurt anreisen würde, wo ich ja sowieso trotz der immer mageren (->UNTERTREIBUNG!<-) Ausbeute gerne das Stadion des kleineren Frankfurter Vereines ansteuerte. Für mich persönlich eine herrlich einfache Auswärtsfahrt, einfach daheim in den Zug, in Frankfurt wieder raus, kurz in die S-Bahn und dann noch ein halbes Stündchen Fußweg mit der ein oder anderen Bierpause. Etwas anderes das für mich Spiele in Frankfurt prägt, ist das Wetter. Es knallt immer der Lorenz und damit meine ich wirklich den da oben in gelb. Ob wir im Februar mit den Winterjacken, später um die Hüften, da standen, im September oder im August – ich bin noch nie ohne Sonnenbrand aus Frankfurt abgefahren. Dieses Mal …

Nun, dieses Mal hatte ich das ganze etwas missverstanden. USP rief dazu auf, in Rot zu kommen – und das tat ich ja auch! Nur ging ich in noch viel mehr rot. Dank der Kontrolleure, die Sonnencreme als tierisch gefährlich bei einem Stadion ohne Dach und gefühlten 40 Grad in der Sonne einstuften, und oben besagtem unbarmherzig knallenden Lorenz. Das war der Sonnenbrand meines Lebens. Und nicht mal gewonnen haben wir!

Naja, irgendwie schon. Jedenfalls wenn man es mit der fertigen Saison betrachtet, denn schließlich nahmen wir im Prinzip direkt vom Spiel Marc Hornschuh mit, der uns im Verlauf ja noch so einiges an Spaß bereiten sollte. Horni hatte beim FSV nach dem Trainerwechsel nicht mal die Chance bekommen, sich beim Training zu beweisen und wechselte im Laufe der ersten Wochen dann ans Millerntor.

Dennoch blieb ein fader Beigeschmack, war das Frankfurt Spiel ja nicht nur verloren, sondern auch der Tag, an dem es durchsickerte, dass sich ein erster (ups) unserer Spieler Richtung Brauseclub aufmachen wollte. Mit Halstenberg war das durchaus ein größerer Verlust, wenn er auch im Verlauf eher durch sozialmediale Fehltritte auffiel, irgendwo war er doch ein guter.

Mein persönliches Highlight war neben der pyrotechnischen Unterstützung der komplette Block, der aus dem Nichts „Like Ice in the sunshine, we’re melting away“ zu singen begann. Das bleibt mir wohl länger im Gedächtnis, als das Schlenzergegentor, das zum 0:1 Stand führte.

Mehr von mir zu diesem Sonn(en)tag findet ihr unter: We’re melting away.

USP-Bilder

Saison 2015/16, 6. Spieltag: FC St. Pauli 2:0 MSV Duisburg

Mo., 14.09.2015, 20.15 Uhr Millerntor Stadion; Platz 4 -> Platz 3 (13)

Von diesem Spiel blieb mir hauptsächlich eines in Erinnerung: Stehst du oben, bekommst du auch mal einen fragwürdigen Elfer für dich gepfiffen – stehst du unten, gehen die immer nur in die andere Richtung. Nach einer torlosen ersten Halbzeit in der sich das meiste Geschehen im Mittelfeld abspielte und trotz einiger, weniger Abschlüsse, keine richtige Gefahr entstehen wollte, fiel in der zweiten Hälfte der Pfiff zum Elfmeter nach einem Kopfballduell an der Strafraumgrenze. Das sollte eine sehr harte Entscheidung sein, aber wenn man auf der Seite des Stadions steht, die dann über ein Tor jubeln darf, juckt das nun mal herzlich wenig. Immerhin konnte man sagen, dass es nicht nur der Elfmeter war, der das Spiel letztendlich entschied, denn auch wenn die Zebras zu zehnt weiter machen mussten, setzte Maier nachher noch einen drauf und erhöhte auf 2:0.

Bilder von USP

Wundervolle Bilder bei Gröni

 

Saison 2015/16, 7. Spieltag: Eintracht Braunschweig 0:0 FC St. Pauli

So., 20.09.2015, 13.30 Uhr Eintracht-Stadion; Platz 3 -> Platz 3 (14)

 

Das Spiel in Braunschweig war für mich ein bisschen der Anfang von „etwas“. Nach Braunschweig fuhr ich nämlich ganz alleine! Und ich möchte betonen, dass ich das Stadion (fast) auf Anhieb gefunden habe. Auch alleine! So viel zu euren Frotzeleien! (Ja, gut, das war geschwindelt.)

Am Stadion allerdings nette Leute von letzter Saison wieder getroffen und sich kurzerhand angeschlossen. Alleine bleibt man im braun-weißen Block ja nie. Auf dem Platz war in der ersten Hälfte mehr von unseren Bhoys zu sehen, als von den Löwen, allerdings scheiterten die verschiedenen Versuche aus der Distanz und im 1 zu 1 immer wieder an einem bären … öh, löwenstarken Keeper der Braunschweiger. In der zweiten Hälfte war Braunschweig stärker, die braun-weißen Chancen zu lapidar liegen gelassen und am Ende ein unentschieden durchaus gerechtfertigt. Für mich lag bei diesem Spiel sowieso der Spaß mehr im Block, als auf dem Feld, machte der Support doch unheimlich viel Freude. Der Rückweg gestaltete sich dann doch etwas schwieriger als gedacht, mit einem kurzen Abstecher zur offensichtlich „falschen“ Tankstelle, der mir dann lautstark aufgezeigt wurde. Mit den Löwen und mir … ob den Münchnern oder den in Braunschweig, das gibt einfach nichts mehr.

Mehr zum Spiel: Vorbeigeratscht.

Bilder von USP

 

Saison 2015/16, 8. Spieltag: FC St. Pauli 1:0 1. FC Heidenheim

Mi., 23.09.2015, 17.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 3 -> Platz 3 (17)

Ich muss zugeben, dass mit nun fast 9 Monaten Abstand dieses Spiel zu denen gehört, die mir leider nicht wirklich im Gedächtnis geblieben sind, zumal es eines der Spiele war, die ich tatsächlich von der Couch aus verfolgte, wie der Name dieses Blogs auch ursprünglich versprach. Da müsste vielleicht mal eine Änderung her. Aber hier soll es ja um die Spiele gehen und nicht um irgendwas anderes, damit das Schema des Textes hier zumindest vom Aussehen her eingehalten wird … oh, ups! Erwischt.

Aber da dieses Spiel sowieso irgendwie aus der Reihe fällt, kann ich nur wieder auf meinen Post zum Braunschweig Spiel verweisen, denn in der englischen Woche fällt gerne mal auf, dass ich doch etwas langsamer mit den Texten war, als es mir manchmal lieb war. So aber haben sich in den Braunschweig-Text auch ein paar Zeilen zum Heimspiel gegen Heidenheim verirrt. Guckst du hier: Vorbeigeratscht. Aber niemand mag Mittwochsspiele.

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Bilder bei Gröni

 

Saison 2015/16, 9. Spieltag: SC Paderborn 0:0 FC St. Pauli

Sa., 26.09.2015, 13.00 Uhr Benteler Arena; Platz 3 -> Platz 3 (18)

Paderborn ist das erste Spiel der Reihe, die beweist, dass man mich nie niemals nicht eine Route planen lassen sollte. Von „Hey, mit dem Auto ’ne gute Stunde“ über „Wir könnten auch genug Proviant mit nehmen und Zug fahren“ zu „Altah, nie wieder so viel Zug“ in genau einer Auswärtsfahrt.

Wenn man schon knappe 4-5 Stunden Anfahrt einplant, die Fahrt noch viel länger wird als sie eh schon gewesen wäre, gerade so rechtzeitig ins Stadion kommt und sich irgendwie in den Block quetscht … puh, dann ist das nicht ganz so entspannt wie gehofft. Noch weniger entspannt wirds, wenn man auf dem Rückweg dann quasi in den Sonderzug gezwungen wird, weil dein Freund und Helfer natürlich besser weiß, wo du her kommst und dann über Absperrungen stiften gehst. Gefolgt von weiteren 5 Stunden Zugfahrt. Kinder, das war ein Spaß.

Verspätung.

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Saison 2015/16, 10. Spieltag: FC St. Pauli 1:3 SV Sandhausen

Sa., 03.10.2015, 13.00 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 3 -> Platz 3 (18)

Muss ich wirklich was dazu sagen? Ich find ja, dass das irgendwie unnötig ist. Das war so ein richtiges Ärgernis von Spiel. Unfassbar. Da fällt mir auch gar nicht mehr viel zu ein, außer, dass ich wahrscheinlich wieder wie eine Blöde auf der Couch hin und her gehüpft bin, weil da auf dem Platz einfach nicht so richtig viel funktionieren wollte – auf der richtigen Seite, versteht sich. Aber wen das so wirklich wundert, der hatte sich wohl vorher nicht die Tabelle angeschaut: Der Sprung an die Spitze war möglich, da kann man natürlich nicht gewinnen. Bevor die zehnte Minute angebrochen war, stand es schon 0:2 und eigentlich hätte man da auch aufhören können zu spielen. 5 gelbe Karten, ein aberkanntes Abseitstor und totales Chaos später ging es in die Pause, aus der die Jungs irgendwie schwungvoller zurück kamen. Choi schaffte es noch irgendwie den Ball ins Tor zu wurschteln und kurz später riss Buballa den neu-Kiezkicker Bouhaddouz im Strafraum aus den Schuhen, sodass es schließlich bei einem Endstand von 1:3 bleiben musste. Reicht, jetzt auch, oder? Gut.

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Bilder bei Gröni

Saison 2015/16, 11. Spieltag: 1. FC Union Berlin 3:3 FC St. Pauli

Sa., 17.10.2015, 13.00 Uhr Stadion an der alten Försterei; Platz 3 -> Platz 5 (19)

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin! Es gibt ja Leute, die das nur zum Pokalfinale tun, aber das ist natürlich nur für Anfänger. Die richtigen Chaoten machen sich natürlich auch in der zweiten Liga auf den Weg nach Berlin obwohl man vorher natürlich wieder gesagt hat, dass man nicht nach Berlin fährt. Aber, wer wären wir, hielten wir uns natürlich an das, was wir so sagen.

So ging es über Köln, einen Kneipenbesuch am Eigelstein dann über Nacht schließlich Richtung Berlin, was auch mein erster Besuch in der Hauptstadt sein würde. Total unbequeme Schlafpositionen, etliche neu arrangierte Nackenwirbel und eine komplett auslaugende Nachtfahrt später fiel die noch kleine Truppe in Berlin ein. Wir lernten noch nette Menschen von der Verkehrsbehörde kennen, lernten auch, dass es Sachen gibt, die dir nur einmal passieren und dass Berlin eigentlich doch ziemlich klein ist: Am Hauptbahnhof die spätere Bezugsgruppe getroffen und in der eigens bereit gestellten Bahn für St. Paulianer die kleine NRW-Bezugsgruppe getroffen. Grandios!

Einen Samstagsspaziergang später wurde dann endlich zu einem absolut wahnwitzigen Spiel das Stadion an der alten Försterei eingenommen. Muss ich ja zugeben, das ist eines von denen, die mir sehr positiv in Erinnerung geblieben sind. Und wenn wir schon nach diesem total bescheuerten, noch nie so wörtlich da gewesenen Last-Minute-Gegentor keine Punkte mitnehmen durften, so nahmen die Tourigans zumindest mal noch das Brandenburger Tor ein. So!

Tourigans auf der Suche nach dem verflixten Maulwurf

Bilder von USP

 

Saison 2015/16, 12. Spieltag: FC St. Pauli 1:0 SC Freiburg

So., 25.10.2015, 13.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 5 -> Platz 3 (22)

Der SC Freiburg war ja so ziemlich der Verein der Stunde. Mittlerweile kann man nichts anderes sagen, als dass sie sogar der Verein der Saison waren, aber bereits in der Hinrunde verursachte der Gedanke daran, sie am Millerntor zu Gast zu haben, bei mir eine absolute „Bitte nicht abschlachten lassen“-Panik. Auch wenn man zugeben muss, dass sie zumeist eher durch eine absolute Dominanz zuhause bestachen. Naja, so hielt sich bei mir die Lust auf dieses Heimspiel, das ich noch dazu ja von der Couch aus verfolgen musste, eher in Grenzen. Mit einer nicht total vernichtenden Niederlage wäre ich doch glatt zufrieden gewesen.

Da hatten die Jungs in Braun und Weiß aber gewaltig was gegen. Auch wenn Freiburg zu Anfang auch deutlich stärker auftrat, wurde es selten brandgefährlich. Lediglich Grifo blieb mir in Erinnerung, weil ich bescheuerte Gegentore von manchen Spielern nicht verzeihe und Grifo nun mal beim FSV gespielt hat. Im Endeffekt stand unsere Defensive aber sehr sicher und wenn doch mal was durchrutschte, gab es ja immer noch Himmelmann der was dagegen hatte, dass es auf dieser Seite im Netz zappelte. So ging es ohne Tore in die Halbzeit.

Zurück kam eine Mannschaft der Kiezkicker, die definitiv mehr am Millerntor behalten wollte als nur den einen Punkt, der aber, wie den Freiburgern zuvor, auch die entscheidene Idee fehlte. Erst in der Nachspielzeit gelang es Ratsche, den Ball noch irgendwie ins Tor abzustauben und bescherte so den Siegtreffer, den Sieg und den Sprung auf Platz 3.

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Saison 2015/16, 13. Spieltag: Vfl Bochum 1:1 FC St. Pauli 

Fr., 30.10.2015, 18.30 Uhr Ruhrstadion; Platz 3 -> Platz 3 (23)

Bochum! Ich komm zwar nicht aus dir, aber ich komm immer gern zu dir. Ich kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass mir dein Stadion eines der liebsten ist und in meiner innerdeutschen Top 3 und dem Millerntor natürlich außerhalb jeglichen Rankings durchaus das Ruhrstadion weit oben zu finden ist. Eines meiner ersten Spiele sah ich hier und seitdem hab ich kein Auswärtsspiel in Bochum verpasst, jedes Jahr ging es aufs Neue wieder freitags gen Ruhrgebiet. Dabei hab ich von bescheuerten Niederlagen, über einen verdienten Sieg auch drei Unentschieden hier gesehen: mal mit einem, mal mit zwei und einmal auch mit drei Toren auf beiden Seiten. Ich komm gerne her und wehe, ihr steigt mal ohne uns auf, dann komm ich euch so dahin!

Dieses Jahr ging es gleich mit doppelter Verstärkung in den Block, was natürlich nochmal viel mehr Spaß machte. So waren die Komplikationen auf der Anreise mit Duegida Vollidioten auch schnell vergessen und es konnte sich gänzlich dem Spiel und dem Support in diesem wundervoll lauten Stadion widmen. Herr-lich.

Dass dieses Spiel nun ein recht ausgeglichenes war, durfte ja angesichts der Tabelle durchaus zu erwarten gewesen sein. Auf den Rängen machte der Support wieder herrlich viel Spaß und diese ganze Stimmung drumherum passte einmal mehr. Dass sich meine Rückfahrt mit noch mehr problematischen Mitfahrern gestalten würde als die Hinfahrt mit den Steinar-Fritzen, konnte da ja keiner ahnen. Aber hey, eine schöne Fahrt an sich und ich freu mich jetzt schon auf das nächste Spiel in Bochum. Stellt sich ja nur noch heraus welcher Freitag es wird… 😉

Hier im Ruhrgebiet, holen wir kein’ Auswärtssieg.

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Saison 2015/16, 14. Spieltag: FC St. Pauli 4:0 Fortuna Düsseldorf

Mo.,  09.11.2015, 20.15 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 3 -> Platz 2 (26)

Wenn gerade gesungen wird, dass ein bestimmter Spieler von der Insel on fire ist, dann kann man das „Will Griggs“ im Nachhinein für den 14. Spieltag der zweiten Bundesliga durchaus durch ein „Lennys“ ersetzen.

Das war eines der Spiele, bei denen ich im Leben nicht damit gerechnet hätte, dass ich sie im Stadion sehen würde. Vollkommen spontan überkam mich ein wenig Heimweh nach der Hansestadt und vor allem nach dem schönsten Stadion der Welt und kaum hatte ich mich darüber ausgeklagt, hatte ich auch schon eine Karte für die Gegengerade am folgenden Montag. Es bedurfte noch etwas organisatorischer Meisterleistung aber so kam es, dass ich am Ende das bis dahin krasseste Spiel des magischen FC im Stadion erleben konnte. Und ein Tor pinkelte.

Lenny war an dem Tag jedenfalls wirklich on fire. Es dauerte nicht lange, da zappelte der Ball das erste Mal von unserem Stürmer angeschubst im Netz. Dann nochmal. Und nochmal. Und nochmal.

Bis schließlich das ganze Stadion „Thy amo“ sang und Düsseldorfer die Flucht auf Riesenräder antraten. Nun ja. Das war schön. Schön, schön, schön!

Drei mal eins macht vier.

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Saison 2015/16, 15. Spieltag: TSV 1860 München 2:0 FC St. Pauli

Sa.,  21.11.2015, 13.00 Uhr Allianz Arena; Platz 2 -> Platz 3 (26)

„München? Da fahr ich nie wieder zum Fußball hin. Na gut, vielleicht, wenn die Blauen nicht mehr in der Arena spielen. Ja, okay, wir fahren hin.“ Ein weiterer Beweis dafür, dass ein „Da fahr ich nicht hin“ meinerseits ein ziemlich sicherer Indikator dafür ist, mich später doch dort wieder anzutreffen. Andere nennen das Inkonsequenz, ich nenne es den traditionellen Wochenendtrip nach München (Alles >=2 ist Tradition #isso).

Nachdem ich nun meinen eigenen Text nochmal gelesen habe, mag ich hier eigentlich auch gar nicht viel dazu schreiben, weil es ein ziemlich schwacher Abklatsch von eben diesem Text, der ein fußballtechnisch fürchterliches, aber im Endeffekt unfassbar tolles Wochenende recht gut zusammen fasst. Daher halte ich mich hier mit einem „Alles wie immer in München“ und „Nächste Saison fahr ich da nur noch zum Bier trinken hin!“ kurz und verweise lieber auf das Bröckchen von Text, das die Wut im Bauch vermischt mit der Dankbarkeit darüber, dass Fußball nicht nur Fußball ist, zusammen fabriziert haben: Eben “Nicht nur Fußball”.

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Saison 2015/16, 16. Spieltag: FC St. Pauli 0:4 1. FC Nürnberg

So.,  29.11.2015, 13.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 3 -> Platz 3 (26)

Ich möchte nicht darüber reden. Echt nicht.

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Saison 2015/16, 17. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern 1:2 FC St. Pauli

So.,  06.12.2015, 13.30 Uhr Fritz-Walter-Stadion; Platz 3 -> Platz 3 (29)

Manchmal seid ihr ja ganz schön komisch. Klar, ich hab mich auf der Spiel in Lautern gefreut, aus verschiedenen Gründen, die ich gleich gern noch etwas mehr erläutern werde, aber mal vornweg: Der Text zum Spiel am Betzenberg war -für mich überraschenderweise – der mit Abstand meist gelesenste, von mir verhackstückte Text der Saison und auch über die Saison hinaus. Das muss nicht zuletzt daran gelegen haben, dass sich deutlich etabliertere Blogger sichtlich darüber amüsierten, dass „meine Generation“ Fan keine Abneigung zum Betzenberg mehr hat. (Mit lieben Grüßen an den Übersteiger 🙂 )

Aber kommen wir zum Spiel! Für diese Fahrt hatte ich gleich doppelt Gesellschaft, was es per sé schon etwas besonderer macht, als so manch anderes Spiel. Ich war schon am Vortag nach Mannheim gefahren und so hätte die Anfahrt eine sehr entspannte werden können, wenn nicht mal wieder die größten Chaoten unter der Sonne unterwegs gewesen wären. Es war alles etwas stressgeladener als gedacht, aber hey, immer noch alles easy going im Vergleich zur Abreise..

Das Spiel an sich machte auch ziemlich Spaß, auch wenn es keines derer war, bei denen man ganz entspannt auf den Rängen stand und nicht zittern musste. Trotz zwei Toren für die richtige Seite und nur einem auf der der Teufel, durften wir am Ende noch ordentlich um die drei Punkte bangen – aber es wäre kein Spiel in Lautern, wenn dem nicht so wäre. Jedenfalls aus meiner sehr kurzen Erfahrung.

Zur Heimfahrt hab ich ja schon etwas angemerkt, aber das lest ihr am besten selbst noch einmal bei Vermisst – Der #FCSP am Betzenberg nach um unnötige Redundanzen zu vermeiden.

Wer lieber Bilder guckt, hier entlang: Bilder von USP

 

Saison 2015/16, 18. Spieltag: DSC Arminia Bielefed 0:0 FC St. Pauli

Mo.,  14.12.2015, 20.15 Uhr Schüco-Arena; Platz 3 -> Platz 4 (30)

Niemand mag Bielefeld. Und niemand mag Montage. Na, wann war das Spiel auf der Alm? Richtiiig. Montags abends. Eigentlich hatte ich mich drauf gefreut, spätestens mit der Terminierung war es damit allerdings vorbei, weil das für mich Anreise alleine mit dem Auto hieß, sonst wäre ich irgendwo im Nirgendwo an einem Bahnhof nach Spielende wohl gestrandet. Womöglich noch in Hagen oder so, wer weiß. Und das einzige, das man noch weniger mag als Bielefeld, Montage oder Bielefeld an einem Montag ist nun mal Hagen. Wisst ihr Bescheid.

Für mich ging es also alleine auf den Weg und ich sollte den Trupp erst am Stadion treffen. Eigentlich nicht so schwierig… eigentlich. Denn wer mich kennt, weiß, dass das mit dem Stadionfinden und Menschenfinden und Eingangfinden schon mal … etwas länger dauern kann. So auch in Bielefeld, trotz Hilfe netter Arminen (sowas gibts auch, tatsächlich) und einem Spaziergang einmal um die halbe Stadt rum, aber hey, weniger vom Spiel gesehen hätte ich auch von draußen nicht. Himmel, ist das ein fürchterlicher Gästeblock.

Aber hey, immerhin gab es mal ein bisschen #mehrHack. Das machte es fast wieder wett, wenn ich ehrlich bin. Aber auch nur fast! Eins bleibt: Schwarz, weiß und blau – mag keine Sau!

Parkhäuser – immer diese Parkhäuser!

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Saison 2015/16, 19. Spieltag: FC St. Pauli – Karlsruher SC

Fr.,  18.12.2015,  18.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (30)

Das hier – und das muss ich leider zugeben – ist das einzige Spiel der Saison, von dem ich nicht einen Fetzen gesehen habe. Manchmal ist Fußball eben doch nicht das Wichtigste. 🙂

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Saison 2015/16, 20. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth 0:2 FC St. Pauli

So.,  07.02.2016,  13.30 Uhr Sportpark Ronhof; Platz 4 -> Platz 4 (33)

Okay, anlässlich dieses Textes lese ich ja meine eigenen Texte nochmal und ehrlich gesagt hat mir dieser hier ziemlich viel Spaß gemacht, sowohl beim Schreiben, als auch jetzt nochmal beim Lesen, denn irgendwie fühlte ich mich glatt wieder an diesen Februarsonntag zurück versetzt, auf den ich sooooo lange (eine ganze Winterpause lang!) gewartet hatte. Und gerade dank dieser Vorfreude, hatte ich überhaupt keine Erwartungen an das Spiel. Das ist ja öfters so: Wenn man nichts erwartet, wird es super und wenn man sich wochenlang freut, bekommt man auf die Nase.

In den Text zum Spiel bei den netteren Franken haben sich auch ein paar Worte zu meinem kleinen Ausflug zu mit den Bayern zu den Bayer’n in Leverkusen verirrt, nicht dass ihr euch darüber wundert. Wer nur das lesen mag, was ich zu Fürth zu sagen hatte, muss einfach ein bisschen scrollen.

Ich mochte das Stadion in Fürth irgendwie … war ja klar, dass das dann kurz später erst einmal (teils?) abgerissen wurde. Aber hey, so hab ich zumindest das zusammengewürfelte-Ex-Playmobil-Stadion mal noch sehen können. Ganz, ganz viele liebe Menschen (wieder) getroffen und richtig, richtig Spaß im Block gehabt. Das hier ist eine der Fahrten, die mir über die Saison hinaus in sehr guter Erinnerung bleiben werden und ich denke, wenn es irgendwie passt, auch gerne wiederholt wird.

“Hier gewinnt nur einer… (PAUSE!), St. Pauli und sonst keiner!”

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Saison 2015/16, 21. Spieltag: FC St. Pauli 1:0 Leipzig

Fr. 12.02.2016,  18.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (36)

Nein, wir können uns nichts davon kaufen und schon gar keine Spielzeit in der ersten Liga oder gar einen Platz in der Relegation, aber hey: Leipzig stieg auf ohne uns auch nur einmal geschlagen zu haben. Und das gibt ein wenig Genugtuung wenn ich ehrlich bin, auch wenn es nun sie sind, die die erste Liga aufmischen wollen, statt anderer … sympathischerer Vereine.

Aber dieses Spiel brachte mir mein FC St. Pauli-Gefühl zurück: Zittern. Bei jedem verdammten Ballkontakt der Leipziger. Auch wenn Ratsche mit der 8. Minute schon sehr früh der Treffer gelang, den keiner erwartet hatte, der aber dem Matchplan, sich hinten rein zu stellen und die Defensive stabil zu halten, wunderbar untermauerte, galt es danach gerade in der ersten Hälfte erst einmal zu bangen. Eigentlich sah es nicht wirklich danach aus, als würde es bei diesem einen Treffer bleiben, wo doch die Leipziger Angriff um Angriff starteten und dabei nicht zuletzt in Himmelmann ihren Meister fanden. Entlastungskonter in Braun und Weiß wurden immer seltener, sodass ich kaum zuvor derart eine Halbzeitpause herbei gesehnt hatte.

Die zweite Hälfte beruhigte das angespannte Nervenkostüm eines jeden St. Paulianers wohl ein bisschen, weil es von da an wieder etwas mehr in beide Richtungen statt der Einbahnstraße Richtung Robin Himmelmann ging. Am Ende hätte es sogar durchaus noch ein Tor höher ausfallen können, auch wenn das angesichts der turbulenten ersten Hälfte vielleicht nicht ganz verdient gewesen wäre. So bleibt also: Immerhin Leipzig zweimal geschlagen, unsere Punkte für den Aufstieg bekommt ihr schon mal nicht. Ha!

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Saison 2015/16, 22. Spieltag: FC St. Pauli 1:3 FSV Frankfurt

Fr. 19.02.2016,  18.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (36)

Ab in den Süden! Naja, gut, erst mal musste ich schon in den Norden fahren, wo es doch gleich mein drittes Spiel in der aktuellen Spielzeit am Millerntor sein sollte (300%ige Steigerung zu letztem Jahr bis dahin). Aber dann! Ja dann durfte ich endlich auf die Süd. Dank unheimlich lieber Menschen, an die an dieser Stelle ganz besonderer Gruß gerichtet sein soll. Ganz, ganz viel Licht in einer Zeit, wo es etwas dunkler um mich herum wurde. Ich danke dir & euch.

Richtig viel mag ich auch gar nicht mehr dazu sagen, der Spielstand spricht für sich, mein erstes Mal auf der Süd wird mir aber dennoch lange und in sehr guter Erinnerung bleiben, weil man dieses Gefühl des Angekommenseins einfach nicht vergessen will. Da pass ich hin, da mag ich hin.

Gegen den FSV gab es natürlich sonst auch wieder nicht viel zu holen, aber wer da ernsthaft etwas anderes erwartet, der geht auch in ein Münchner Brauhaus und bestellt einen Weißwein. So, also lest hier und damit hat sich die Sache:

Unerwartet genau wie erwartet #fscpfsv

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Saison 2015/16, 23. Spieltag: MSV Duisburg 0:2 FC St. Pauli

So., 28.02.2016,  13.30 Uhr Schauinslandreisen-Arena; Platz 4 -> Platz 4 (39)

Duisburg! Endlich ging es wieder nach Duisburg. Ich hab die ganze Zeit gemeckert und gehofft und darauf gewartet, dass die Zebras endlich wieder aufsteigen und wir nochmal ins Wedaustadion fahren dürfen, denn da und da lass ich nicht mit mir reden, gibt es die beste Bratwurst der Liga. Das wisst ihr, das weiß ich und das ist einfach so. Eigentlich hat mir Duisburg auch den Beisatz „Bratwurstblogger“ eingebracht und damit kann ich gut leben. Aber ich schweife ab, eigentlich sollte es ja nach Duisburg gehen.

An diesem Tag sollte ich meine Lieblingsmütze opfern, um auch ja drei Punkte einzufahren, daher erlaubt mir den kurzen Einschub: Wenn irgendwer von euch noch die graue Strickmütze/Beanie aus den Do You Football Zeiten zuhause ungeliebt rumliegen hat, ich wäre ein dankbarster Abnehmer. Die Mütze hab ich echt geliebt und selbst jetzt trauer ich ihr noch nach. Sie fährt wohl auf ewig die Strecke Wattenscheid-Bochum.

Nun aber Schluss mit dem Eigennutz, naja, fast, denn mit dem Text zu diesem Spiel hatte ich mich tatsächlich mal ein bisschen daran gewagt, über Fußball zu schreiben und nicht nur das drumherum. Und was macht ihr? Lest es nicht! Das nehm ich mir zu Herzen, so!

Aber im Ernst: Die Fahrt nach Duisburg war eine sehr schöne und noch viel mehr twitterlastige. Viele liebe Menschen (wieder) (unbewusst) getroffen und jede Menge Spaß gehabt. Der Support war okay, das Spiel gab durchaus Anlass zu großem Jubel  (big fucking John <3) und generell war das eine Fahrt, die wirklich, wirklich Spaß gemacht hat. Umso trauriger bin ich, dass Duisburg es nicht mehr geschafft hat sich zu retten. Aber vielleicht komm ich so einfach nochmal rum.

Wer jetzt noch einmal nacherleben mag, wie chaotisch eine Anreise sein kann, was die beste Bratwurst der Liga ist und wie sich Joel Keller in mein Herz spielte, der klicke hier entlang:

Hier im Ruhrgebiet Vol. 2

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Saison 2015/16, 24. Spieltag: FC St. Pauli 1:0 Eintracht Braunschweig

Do., 03.03.2016,  20.15 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (42)

Fick dich, Abstieg!

Die magische 40-Punkte-Marke am 24. Spieltag knacken? Einfach nur geil. Grad mit Rückblick auf die letzte Saison, wo wir es 10 Spieltage später noch nicht geschafft hatten, war für mich der 24. Spieltag diese Saison ein „Knackpunkt“ an dem ich dann glaubte, dass es vielleicht doch noch nach oben gehen könnte. Man müsste nur diese lästigen Nürnberger endlich mal von ihrem dritten Platz vertreiben und sich währenddessen gut Luft hinten raus verschaffen.

Ich hab die ganze Saison ja schon immer gepredigt „Erst die 40, danach sehen wir weiter“ und ging mir selbst mit dem Pessismismus ja schon auf die Nerven, aber mal ehrlich, ich erwarte von anderen Vereinen ja auch, dass sie nach einer Fast-Abstiegs-Katastrophen-Apokalypsen-Saison erst einmal kleinere Brötchen backen und nicht direkt von Champions League faseln (Ja, ich mein euch da im Pott!). Gut, Champions League wäre es bei uns nicht direkt gewesen, aber hey, Aufstieg ist fast wie Champions League. Mit diesem Spieltag war auch ich dann einverstanden, dass das vielleicht ja doch noch was geben könnte. Ehrlich gesagt ist mir von dem Spiel gar nicht mal soo viel in Erinnerung geblieben, außer natürlich, was es für Folgen hatte und leider auch welches Nachspiel die Gegend rund um das Stadion nach Abpfiff noch erlebte. Willkür, sinnlose Einsätze gegen friedliche Fußballfans, vom Sieg und Klassenerhalt beseelt … nun gut, darüber wurde auch schon genug geschrieben, meine ich zu wissen, und deswegen sei hier nochmal mit einem lauten „FICK DICH, ABSTIEG!“ dieser Spieltag mit einer anderen Erinnerung verbunden.

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Saison 2015/16, 25. Spieltag:  1. FC Heidenheim 2:0  FC St. Pauli

So., 06.03.2016,  13.30 Uhr Voith-Arena; Platz 4 -> Platz 4 (42)

„Wo ist eigentlich Heidenheim?“

– „So ungefähr auf halber Strecke zwischen Stuttgart und München.“

„Oh! Ich hätte das ja Richtung  Braunschweig oder Wolfsburg getan.“ #nehmenwireinfachHeidenheimundschiiiebeneswoandershin

Wenn eine Routenplanung schon so anfängt, kann man schon ahnen, dass der direkte Weg nicht unbedingt der sein wird, den man einschlägt. Wenn man dann auch noch weiß, dass ich fahre … nun ja, ich denke, ihr wisst so langsam in welche Richtung das geht. Mit mir ist halt immer Sightseeing, ob ihr wollt oder nicht. Ich war übrigens nicht die, die Heidenheim verschieben wollte, nur mal so.

Es ging spontan zu zweit nach Heidenheim. Und noch viel spontaner traf man da die Bezugsgruppe in größerer Stärke, als eigentlich erwartet. Wunderbar, so lob ich mir das! 🙂

Da wir natürlich mal wieder viel zu früh waren, gab es den obligatorischen Spaziergang rund um das Stadion, weil man ja auch einfach mal schauen will, wo man denn da so ist – und ja, auch wo denn der Gästeblock eigentlich ist. Die Frage beschäftigte dann nicht nur uns, sondern auch zwei der Ordner, bei denen ich mir heute noch nicht sicher bin, ob sie uns nicht veralbern wollten. So oder so, sie schickten uns den falschen Weg entlang und der holprige Einzug ins Stadion nahm seinen Anfang. Gefolgt von unfassbar langsamen Kontrollen und einem fürchterlichen Spiel mit einem kaputten Verhoek am Ende. Lief… so richtig.

Und wenn man dann noch über Sinsheim nach Hause fährt („Ey, was’n das für ein Stadion?“ *Bitte nicht Sinsheim, bitte nicht Sinsheim!* „Ich glaube, das ist Sinsheim.“ *Fuuu…*) weil das Navi einem erzählt, dass die A7 komplett dicht ist. Es war eine lange, aber umso lustigere Fahrt, wer hätte das gedacht? 😀

Spielst ganz woanders, in Liga 2.

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Saison 2015/16, 26. Spieltag: FC St. Pauli 3:4 SC Paderborn

Fr., 11.03.2016,  18.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 5 (42)

Okay, ich fasse kurz zusammen: Mein Geburtstag war am 10. Ich war todesgripsch – vergesst die Männergrippe, Mädchengrippe ist die wahre Hölle und hatte meine Mädels da, um direkt nach dem Spiel meinen Geburtstag zumindest noch im kleinen Kreise nachfeiern zu können – kurzum: es musste ja ein total bescheuertes Spiel werden, bei dem ich total ausgeglichen*, apathisch** und gleichgültig*** am Sofa saß.

*Lüge

** massive Lüge

*** die Balken brechen schon-Lüge

Was soll man dazu noch sagen? So ein Spiel fasst man auch Monate später noch nicht und hier gehts mir dann mal ein wenig wie Frodo vom Übersteiger, was das Spiel gegen Sechzig angeht (Oh, Spoiler, ups.). Fürchterlich. Mehr sag ich dazu nicht mehr.

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Saison 2015/16, 27. Spieltag:  SV Sandhausen 0:2 FC St. Pauli

Sa., 19.03.2016,  13.00 Uhr Hardtwald Stadion; Platz 5 -> Platz 4 (45)

Okay, Vorteil Sandhausen: Ich hatte zumindest einen groben Plan, wo es hingehen sollte – im Gegensatz zum Spiel in Heidenheim. Noch mehr Vorteil: Ich sollte mich vor Ort mit ein paar ganz lieben Menschen treffen und vor allem durch Zufall noch mehr, lange nicht mehr erblickte Gesichter zu sehen bekommen. Die Fahrt fluppte wunderbar und ich war eigentlich mal wieder viel zu früh am Stadion, aber da man da ja die Gesellschaft einsammelte, ging das alles wunderbar gut.

Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist, sind ein paar kleinere Dinge: Zum einen die Verhältnisse zwischen Stadion und Stadtgröße, zum zweiten das Stadion und die Kontrollen an sich und zum dritten der Trommlermann, der bei den SVS-Ultras direkt auf der Tribüne neben den Gästefans seine Seele, all sein Herzblut und vermutlich auch knapp 10.000 Kalorien vertrommelt hat.

Das Spiel an sich war eines, das Spaß machte. Mit einem vollkommen überraschenden Tor aus dem Nichts war das natürlich auch kein Wunder und mit dem darauf folgenden zweiten Tor sicherlich besiegelt. Sandhausen bleibt mir als schöne, entspannte Auswärtsfahrt in Erinnerung, die ich gerne wiederholen werde.

Von Suchtmittelspürhunden mit Burnout und dem SVS. #svsfcsp

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Saison 2015/16, 28. Spieltag:  FC St. Pauli 0:0 1. FC Union Berlin

Fr., 01.04.2016,  18.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (46)

Hachja, Spiele gegen Union mag ich ja an sich wirklich gerne und zu diesem hätte ich sogar hingekonnt, aber nachdem ich meine Klausurplanung im März schon zugunsten der Heimspielfahrt für das FSV-Disaster umgeschmissen hatte und hier jetzt auch der Fernbus dank des Freitagsspiels (das ist dann leider etwas knapp) wegfiel, gewann ausnahmsweise mal die Vernunft und ich schaute das Spiel daheim auf der Couch. Verpasst hab ich ja auch nichts, jedenfalls keine Tore.  Deswegen der Kommentar hier auch denkbar kurz, denn nicht mal der Kicker konnte noch Anregungen liefern, was ich hier denn bitte hin schreiben soll. Nullnummer halt.

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Saison 2015/16, 29. Spieltag:  SC Freiburg 4:3 FC St. Pauli

So., 10.04.2016,  13.30 Uhr Schwarzwald-Stadion; Platz 4 -> Platz 5 (46)

„Und was machst du am Wochenende so?“

– „Ich schaue mir einen überdimensionalen Joghurtbecher an.“

Das ist definitiv Kategorie: Sätze, die ich schon immer mal sagen wollte. Ja gut, und ich wollte schon immer mal nach Freiburg und eigentlich sollte es ein Familienausflug werden, der dann aber doch zu einem mit der FCSP-Familie wurde. Zu dritte machten wir uns auf die Reise mit Mission „Bildungsausflug“, schließlich hatten wir bei der langen Fahrt nach Freiburg ja ausreichend Zeit, dem jüngsten Mitfahrer die Hymne von Wattenscheid näher zu bringen. Fragt nicht. Fragt einfach nicht.

Nun hatte man natürlich von Freiburg in dieser Saison viel gehört, aber am meisten herrschte die Ground Legend vor, dass man aus dem Gästeblock rein gar nicht sehen könne. Naiv wie ich war, machte ich mir darüber keine großartigen Gedanken. Würde schon nicht so schlimm sein.

Genauso hatte ich es anfangs nicht glauben wollen, dass dort im Stadion ein riesiger Joghurtbecher stehen sollte. Lasst euch gesagt sein: Beides ist keine Lüge. Aber es gab ja eh ein Null zu Null. Glaubt einfach nicht, was woanders steht.

Achja, noch eines:  Komisches Wesen gibt es da unten im Breisgau. Zum einen Kröten, für die ganze  Stadtabschnitte gesperrt werden und zum anderen den gemeinen Bierdieb. Watch your beer…

Wattenscheid, Freiburg, hauptsache 0:0.

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Saison 2015/16, 30. Spieltag: FC St. Pauli 2:0 Vfl Bochum 

Sa., 16.04.2016,  13.00 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 5 -> Platz 4 (49)

Das ist ehrlich gesagt nochmal eines dieser „Blank“-Spiele, ja, ich weiß noch, dass das irgendwie ziemlich gut war, ich erinnere mich an gefühlt 100 Herzkasper, sobald Terodde an den Ball kam und einen Picault, der einfach eiskalt zweifach einnetzte. Das ist aber auch so ziemlich alles und mehr könnte ich jetzt konstruieren, aber das hat der Kicker schon getan, also halte ich mich hier kurz.

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Saison 2015/16, 31. Spieltag: Fortuna Düsseldorf 1:1 FC St. Pauli

Fr., 22.04.2016,  18.30 Uhr Esprit-Arena; Platz 4 -> Platz 4 (50)

Viel Gemotze, wenig Fußball – das ist so die prägende Erinnerung, die ich an diese Begegnung habe und nachdem ich gerade nun selbst nochmal meinen dazu verfassten Textfetzen gelesen habe, muss ich echt zugeben, dass ich immer noch ein bisschen motzig bin. Das hat ganz verschiedene Gründe: Zum einen ging es gegen die Fortuna, die mir so sympathisch ist wie … schales Bier. Dann gab es extrem nervige Begegnungen mit anderen Fans im Block, die mir nahezu den Spaß zu nehmen drohten, aber weil ich ja zu stur bin, hab ich mich da nicht beirren lassen. Also irgendwie schon, aber egal. Weiterhin gabs mal wieder nette Encounter mit den wundervollen Fümmeneunzich-Fans, die für mich auf einer Stufe mit den Sechzigern stehen. Hat sicher was mit Jahreszahlen im Namen zu tun. Aber hey, egal, lest einfach den Text dazu. Oder lasst es, wenn ihr euch die Zeit nicht damit vertreiben wollt, zu lesen, wie ich über andere Fans rante.

Fußball gibt’s im Oberrang

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Saison 2015/16, 32. Spieltag: FC St. Pauli 0:2 1860 München

Fr., 29.04.2016,  18.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (50)

Was machst du, wenn du einen der am meisten verhassten Vereine der Liga eine runter schießen kannst? Klar, du verlierst. Und zwar nicht unglücklich sondern einfach unfassbar dämlich. Es ist immer noch nicht greifbar, aber ich weiß, dass ich zu dem Spiel auf der Couch extrem ausgerastet bin und mich kaum mehr eingekriegt habe. Alles, was ihr zum Spiel wissen müsst, erzählt euch Frodo allerdings in der Saisonabschlussfolge des Millerntons, dem ist meinerseits nämlich rein gar nicht hinzuzufügen. Also, auf, hört da zu.

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Saison 2015/16, 33. Spieltag: 1. FC Nürnberg 1:0 FC St. Pauli 

So., 08.05.2016,  15.30 Uhr Grundig-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (50)

Darf ich euch einfach mal einen Tipp so vollkommen aus dem Nichts geben? Nein? Ich machs trotzdem: Wenn sonntags eine verdammt weite Auswärtsfahrt ansteht, dann fangt Freitag einfach nicht einen neuen Sport mit einem über zweistündigen Training an. Vor allem dann nicht, wenn das Boxen ist und ihr die folgenden Tage irgendwann wieder laufen wollt. Oder eure Beine strecken. Oder atmen.

Ich hab nämlich genau diesen Fehler gemacht und die Sportler unter euch kennen das sicherlich: Wenn der erste Tage nach dem Training die Hölle ist, dann ist der zweite Abstiegskampf gegen Sechzig mit Paderborner Stadionmusik. Ihr wisst, worauf ich hinaus will. Ich hatte mich der NRW-Truppe und dem Bus angeschlossen und die Reise mit einem guten Umweg angetreten (wär ja auch mal was neues, wenn nicht…). Super Menschen getroffen, eine Halbzeit Spaß gehabt und in der zweiten dann nahezu kollabiert. Ein herzliches Fick dich an meinen Kreislauf an dieser Stelle. Dementsprechend wenig gab es von mir auch zum Fußball zu hören, aber hey, an einer Ecke hatte ich Recht:

Nur zwei Spiele… dann seid ihr wieder da!

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Saison 2015/16, 34. Spieltag: FC St. Pauli 5:2 1. FC Kaiserslautern

So., 15.05.2016,  15.30 Uhr Millerntor-Stadion; Platz 4 -> Platz 4 (53)

Ein komplettes Wochenende in der Lieblingsstadt, ein Spiel gegen die Region und all das mit der unfassbarerweise erst vor ziemlich genau einem Jahr kennen gelernten Bezugsgruppe – zum Saisonabschluss. Gibts was schöneres? Wenig, definitiv.

Das Spiel ist für mich jetzt noch das absolut wahnwitzigste der kompletten Saison. 90 Minuten zwischen Ekstase, „ist das jetzt wirklich passiert?“ und „Hatta nicht gemacht!“. 90 Minuten des kompletten Loslassens und Angekommenseins. Ein ganzes Wochenende voller genialer Menschen und natürlich fünf fucking Zaubertore. Nö, ich hab kurz nach dem Spiel gestrauchelt die richtigen Worte zu finden und nun, fast drei Monate später will mir das immer noch nicht so recht gelingen, aber Ker‘, das nenn ich mal einen Saisonabschluss. Einzig und allein die vielen (unerwarteten) Abschiede trübten die Stimmung ein wenig, aber hey, die meisten von ihnen sehen wir in wenigen Wochen ja wieder. Sie könnten nur vielleicht von den Toren gegen uns absehen …

Find ich juuut, find ich juuut!

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Joo, und damit hab ihr es echt geschafft. Bis hier hin, bis zum Ende meines „kleinen“ siebeneinhalbtausend-Wörter-Saisonrückblicks. Wenn ihr auch nur ein oder zweimal schmunzeln musstet, euch selbst an ein paar der schönen Erlebnisse der letzten Saison erinnern musstet oder ich euch vielleicht erfolgreich die Fahrt nach Stuttgart verkürzt habe, dann hab ich alles erreicht, was dieser Text erreichen sollte. Einen kleinen Rückblick auf meine erste Dauerkartensaison eben. Und nun sind es noch ganze zwei Tage, bis wir wieder gemeinsam im Block stehen. Ich hab absolut keine Ahnung, was ich fußballerisch von der kommenden Saison erwarten soll, rechne aber mit dem schlimmsten, aber bei einem bin ich mir sicher: Ich werde hundertprozentig wieder wundervolle Menschen treffen. Und das kann ich kaum erwarten. Ker‘, ich freu mir.

 

Bis Montag dann, kommt gut nach Stuttgart und sagt mal an, wenn ihr Bock habt, auf ein Bier zusammen zu kommen. Wir sehen uns 🙂